Würdiges Gedenken

Die Rheinsberger Friedensrunde lud auch 2022 ein:

Am Mittwoch – das war der 9.11.2021 zum Gedenkspaziergang entlang der Rheinsberger Stolpersteine anläßlich der Pogromnacht 1938 ein.

Erinnern und Mahnen

Am 09. November 1938 wurden in Deutschland Synagogen angezündet, jüdische Menschen wurden misshandelt und Geschäfte demoliert und geplündert.

An diesem Datum mahnt die Rheinsberger Friedensrunde seit drei Jahren an das Geschehen und die Schande, die Deutschland damit auf sich lud.

Fünf Orte, an denen Stolpersteine an ehemalige jüdische Mitbürger erinnern, werden aufgesucht, an jedem Ort wird der Menschen gedacht, die damals von geachteten Mitbürgern zu geächteten, verfolgten, ja ermordeten „Volksschädlingen“ wurden.

Auch an diesem 09. November zogen wieder mehr als 20 Menschen mit Lichtern durch Rheinsberg und hielten die Erinnerung wach.

Im Anschluss an den Spaziergang zu den Stolpersteinen gab es in der Kirche eine Andacht von Pfarrer Römhild, umrahmt von jüdischer Musik auf Orgel und Klarinette.

Danach lud die Friedensrunde zum Gespräch im Gemeindehaus.

Besonders freuten wir uns über die Teilnahme von Frau Dr. Annette Leo, Historikerin und Enkelin des Rechtsanwalts Dr. Wilhelm Leo, der als bekannter und geachteter Bürger Rheinsbergs hier lebte und kurz nach der Machtergreifung der Nazis mit seiner Familie fliehen konnte.

Frau Leo ist noch bis Dezember Stadtschreiberin in Rheinsberg und trug einige neue Erkenntnisse über ihre Familiengeschichte vor, an der sie arbeitet.

Fotos vom Vorjahr:

Unsere Video-Einladung: